24.03.2013

DoeDeMee oder: 100 Designer, 100 Romane, 100 Plakate

Im Frühjahr 2012 startete das belgische Designstudio beshart einen Aufruf: Weltweit sollten sich Künstler an einem Redesign für die hundert besten Bücher aller Zeiten beteiligen. Das Projekt sollte auf das Thema "Analphabetismus" aufmerksam machen. Eine tolle Chance für einen Grafiker – das dachte sich auch Julia Pax aus Schwäbisch Hall. Sie beteiligte sich mit einem Beitrag an diesem großartigen Projekt und holte nun auch die Ausstellung, die zeitgleich in Brüssel (BEL) und Maastricht (NLD) zu sehen ist, nach Schwäbisch Hall.

Gestern habe ich mir die Ausstellung selbst angesehen und bin begeistert von der Vielfalt der Plakate und  dem Einfallsreichtum der beteiligten Künstler. Ein paar Fotos habe ich mitgebracht. Wer die Chance hat, sollte die Ausstellung aber auf jeden Fall selbst besuchen – es lohnt sich!





Letzte Möglichkeit in Schwäbisch Hall:
Sonntag, 24. März und Donnerstag, 28. März 2013
Ort: Atelierhaus Hirtenscheuer, Heimbacher Gasse 23, Schwäbisch Hall
Öffnungszeiten: So. 14-17 Uhr, Do. 16-19 Uhr

Mehr Informationen zum Projekt DoeDeMee: www.doedemee.be

(Details verschiedener Plakate)



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DoeDeMee: 100 artists, 100 posters, 100 classic novels re-covered

Belgian graphic design studio beshart was able to unite 100 artists from 28 countries in a unique co-creation project.

Together they (re)designed the covers for "The 100 Greatest Novels of All Time" (The Observer, 2003). Their mission: raise awareness for the problem of illiteracy.



The result is not only a unique cross section of contemporary trends in design and illustration, it is also a wonderful collection of posters that has you contemplating on those great reading moments we as literate people often take for granted.

Text via: www.doedemee.be

22.03.2013

20.03.2013

Kreativität im Alltag, Aufgabe #3




Selbst banalste Dinge können Ideenlieferanten sein … auf geht's zur nächsten Aufgabe:

Aufgabe #3
Mach dich auf die Suche nach geometrischen Kompositionen. Betrachte dabei einfachste Alltagsdinge wie Steckdosen, Schalter, Pflastersteine, Pflanzen … 

Viel Spaß!

(angeregt durch "Wie man sich die Welt erlebt" von Keri Smith)

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Task #3
Search for geometric compositions in everyday life.



18.03.2013

Aaron Moran

Bei den Arbeiten von Aaron Moran war es Liebe auf den ersten Blick: das Zusammenspiel von Form, Farbe und Material begeistert mich. Obwohl die Arbeiten sehr schlicht und geometrisch sind, haben sie eine gewisse Tiefe und wirken lebendig.







































































Das liegt an den Holzstücken, die Aaron für seine Arbeiten verwendet. Es sind alles Fundstücke, die er auf Baustellen, in Müllcontainern oder im Straßengraben findet. 
Alt und wertlos liegen sie in der Gegend herum. Aaron sammelt sie ein, zerlegt sie in handliche Stücke und fügt ein Stück zum anderen bis ein stimmiges Ganzes entsteht. 
Das wichtigste Werkzeug ist ihm die Säge. Der Rest entsteht intuitiv, ohne Pläne oder Skizzen.































Die fertigen Arbeiten zeigen, was auf einem Stück Land hinterlassen wird, bevor noble Eigentumswohnungen oder Einkaufsmeilen darauf gebaut werden. Sie sind ein Seitenhieb auf unsere Wegwerfgesellschaft. 































Müll und Chaos – daraus erschafft Aaron Moran diese Schönheiten.


Alle Fotos: © Aaron Moran






























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I love the work of Aaron Moran. It's the mixture of form, color and material which is fascinating me. Although the works look quite simple and geometric they have inherent a sort of deepness an liveliness.

It's due to the wood Aaron is using for his work:

"I make paintings and sculptures out of found wood that I find from construction / demolition sites, dumpsters, the side of the road … pretty much everywhere. Using an array of tools, I cut down my finds into a manageable size and work from there. The main power tools I could not work without are a table saw, band saw, and miter saw".¹

Garbage and chaos - these are the two things Aaron Moran is creating these beauties.

¹ via


13.03.2013

Ein Blick in die Skizzenbücher von … Nadine Roßa

Als ich bei Designerin und Illustratorin Nadine Roßa angefragt habe, ob ich in ihre Skizzenbücher linsen darf, kam zunächst ein zögerliches "Ja". Der Grund dafür ist, dass Nadine kein klassisches Skizzenbuch führt.

Ihr Verhältnis zu Skizzenbüchern ist eher gespalten. Das perfekte Skizzenbuch müsste für Nadine mindestens die Größe eines A4-Buchs haben, da sie Platz zum Zeichnen braucht. Die Motivation ein Buch in dieser Größe permanent bei sich zu tragen, ist allerdings derart gering, dass Nadine lieber auf lose Zettel zurückgreift.  "Ich finde reine weiße Blätter haben so etwas Erfrischendes, wenn mal etwas nicht gelingt, wird es einfach weggeworfen. Das hat sich bei mir vor allem bei Skizzen für Logos sehr bewährt".

Nichtsdestotrotz hat Nadine natürlich Skizzenbücher, die allerdings mehr als Projektbücher fungieren. Eines davon beinhaltet eine chaotisch und ziemlich wilde Sammlung an Ideen für Kinderbuchprojekte, das andere - in das wir heute einen Blick werfen dürfen - ist gefüllt mit Sketchnotes.




"Sketchnoting habe ich durch Eva-Lotta Lamm kennengelernt, zweifelsohne die Sketchnoting-Queen", erzählt Nadine.

Doch was sind Sketchnotes eigentlich? Wikipedia sagt: Sketchnotes setzt sich zusammen aus Sketch (engl.: Skizze) und Note (engl.: Notiz von lat. notitia 'Kenntnis, Nachricht'). Es sind Notizen, die aus Text, Bild und Strukturen bestehen.¹





Nadine hat sich diese Technik zu Nutze gemacht, um Vorträge visuell festzuhalten. Die Inhalte kann man so wesentlich besser aufnehmen und sich später jederzeit wieder ins Gedächtnis rufen. Interessant daran ist, dass man sofort merkt, ob ein Vortrag gut und logisch strukturiert ist oder nicht. Bei der TYPO Berlin im letzten Jahr hat Nadine das Sketchnoting intensiv ausprobiert und war hellauf begeistert. 







Vielen Dank für den Einblick in dein Projektbuch, liebe Nadine. Ich bin ebenfalls begeistert – von deinen Skizzen und der Technik. 

¹www.sketchnotes.de

11.03.2013

Typo-Tipp zum Wochenstart

Renzler.Design aus Wien bietet seine Schrift "Lovelo" kostenlos zum Download an. Da ich sowieso eine Vorliebe für Schriften mit Retro-Charakter habe, hat mich diese Entdeckung besonders gefreut. Die "Lovelo" wanderte flugs in meinen Schriftenkoffer und wartet nun auf ihren ersten Einsatz. Vielleicht ist sie auch was für euch?




Alle Fotos: © Renzler.Design